Probleme bei Funkalarmanlagen – die häufigsten Ursachen und ihre Lösungen 20.11.2010 14:55

Funkalarmanlagen lassen sich, im Gegensatz zu drahtgebundenen Lösungen, ohne größere Baumaßnahmen und dadurch schnell und einfach installieren. Dennoch gibt es immer wieder Probleme, deren Ursache meist eine falsche Projektierung ist. Die häufigsten Probleme bei Funkalarmanlagen ergeben sich aufgrund:

1. Gebäudesubstanz und -Struktur
Die Gebäudesubstanz und Gebäudestrukturen müssen genau in Augenschein genommen werden, denn nicht jedes Projekt lässt sich mit einer Funklösung ausstatten. Dicke Betonwände oder verbaute Stahlplatten beziehungsweise -träger können die Funkverbindung maßgeblich stören.
Vor Installation der Anlage sollte deshalb die Verbindung der Zentrale mit den einzelnen Funkkomponenten überprüft werden.

2. Ort der Zentrale
Die Funkalarmzentrale sollte stets zentral im Gebäude verbaut werden. Dies ist nötig, um die Funkreichweite in alle Richtungen zu gewährleisten. Gleichzeitig muss auf die Verfügbarkeit von Anschlüssen für Telefon beziehungsweise auf den GSM-Empfang geachtet werden, um sicherzustellen, dass die Alarmzentrale bei Bedarf Alarmmeldungen absetzen kann.

3. Überwachungsfreie Bereiche
Ein eng gestecktes Budget verführt leider oft zu Schwachstellen im Sicherheitskonzept. So kommt es dann etwa durch eingesparte Melder zu überwachungsfreien Bereichen, die einen ungestörten Einbruch ermöglichen. Eine gezielte Fallenstellung kann jedoch auch mit einem begrenzten Budget maximale Sicherheit ermöglichen.

4. Melder-Wahl
Häufig verursacht die falsche Wahl der Melder Probleme: Beispielsweise birgt ein Fenster im Erdgeschoss, das von der Umgebung schlecht einsehbar ist, ein hohes Sicherheitsrisiko und sollte deshalb nicht nur mit einem Glasbruchmelder ausgestattet werden, sondern auch gezielt mit einer FTS 96 E und gegebenenfalls weiteren mechanischen Sicherungen geschützt werden. Dies zwingt den Einbrecher dazu, sich einen für ihn ungünstigeren Einstiegspunkt zu suchen. Sollte er doch einen Einbruchversuch starten, würde er durch den aktiven Einbruchschutz der FTS 96 E zur Aufgabe gezwungen, da der Versuch bereits einen Alarm ausgelöst hat.

5. Melder-Ort
Weitere Probleme können in Form von Fehlalarmen durch ungünstig gewählte Installationsorte der Melder auftreten. Ein immer wiederkehrendes Problem stellen dabei PIR-Melder dar, die beispielsweise auf große Glasflächen gerichtet sind. Diese detektieren Wärmebewegungen und können so bei direkter Sonneneinstrahlung auf die Fensterflächen (große Temperaturveränderung des Glases) einen Fehlalarm auslösen.

6. Bedienkomfort
Grundsätzlich ist auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden einzugehen, um ihm den täglichen Umgang mit dem Alarmsystem so komfortabel wie möglich zu gestallten.
Intuitive Produkte wie der Secvest Key ermöglichen durch einfaches Türabschließen das Scharf- oder Unscharfschalten der Zentrale. Andere Produkte informieren den Benutzer per akustischer Rückmeldung über eine erfolgte Statusänderung, erhöhen so den Bedienkomfort und schützen gleichzeitig vor Fehlbedienungen.


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